Was ist NLP?

Das Studium der Struktur des subjektiven Erlebens

 

Im Mittelpunkt des NLP-Modellierungsprozesses steht die Betonung der Struktur der subjektiven Erfahrung (des Denkens, der Überzeugungen, der Emotionen, der inneren Repräsentationen usw.) im Gegensatz zur „objektiven Realität“.

Unsere inneren Vorstellungen, die wir durch unser Nervensystem und unsere Sprachmuster erzeugen, enthalten von Natur aus Verallgemeinerungen und Verzerrungen der eigentlichen „Realität“, die sie abbilden wollen. Diese inneren „Landkarten“ und Modelle legen fest, wie wir unsere Welt erfahren und auf diese Welt reagieren.

NLP ist, zum Beispiel, bei der Erforschung spiritueller Erfahrungen nicht interessiert an der Entwicklung einer Theorie oder eines Glaubenssystems zur Spiritualität. Vielmehr untersucht NLP die Strukturen der menschlichen subjektiven Erfahrung in der Spiritualität: Wie erleben wir es, Teil von etwas Größerem außerhalb von uns zu sein, und welche Varianten dieser Erfahrung gibt es?

Im Laufe der Jahre wurden im NLP einige sehr wirkungsvolle Instrumente und Fähigkeiten zur Kommunikation und Veränderung entwickelt. Sie lassen sich in vielen professionellen Bereichen anwenden: in Coaching und Beratung, in der Psychotherapie, im Bildungs- und Gesundheitswesen, in den Kreativberufen, in der Justiz, der Wirtschaft, im Verkauf, aber auch zur Unterstützung von Führungskräften oder Eltern.

NLP-Prozesse und Verfahren sprechen vielfältige Themen und Fragestellungen an, u.a. die Behandlung von Phobien, Traumata und emotionalen Störungen; Methoden zur Strategieplanung, Team- und Organisationsentwicklungen; Formate für körperliches Heilen, Kreativität, Konfliktlösung u.v.m.

Alle NLP-Techniken richten sich darauf, dem Anwender eine oder mehrere der drei wichtigsten Eigenschaften wirksamen Verhaltens zur Verfügung zu stellen:

  1. Ein vielfältiges Modell der Welt, insbesondere hinsichtlich gewünschter Ergebnisse
  2. Vollen Zugang zu allen Sinneserfahrungen
  3. Beweglichkeit in den inneren Reaktionen und im äußeren Verhalten

Die NLP-Axiome (od. besser Glaubenssätze), die durchgängig auf ein hoffnungsvolles Menschenbild verweisen, sind als nicht überprüfbare Grundannahmen tragende Elemente des NLP.

Als wichtigste Annahmen gelten nach einer Zusammenfassung von Thies Stahl:

  • Menschen reagieren auf ihre subjektive Abbildung der Wirklichkeit und nicht auf die äußere Realität.
  • Geist und Körper sind Teile des gleichen kybernetischen Systems und beeinflussen sich wechselseitig.
  • Viele Verhaltensmöglichkeiten sind wichtig, weil ein System immer von dem Element kontrolliert wird, das am flexibelsten ist.
  • Ein Mensch funktioniert immer perfekt und trifft stets die beste Wahl auf der Grundlage der für ihn verfügbaren Informationen.
  • Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zugrunde, und es gibt zumindest einen Kontext, in dem es nützlich ist.
  • Das Ergebnis von Kommunikation ist das Feedback, das der einzelne bekommt; Fehler oder Versagen gibt es nicht.
  • Menschen verfügen über alle Ressourcen, die sie brauchen, um eine von ihnen angestrebte Veränderung zu erreichen.

Aus der Kombination der ersten beiden Grundannahmen sind nach Robert Dilts alle Modelle und Techniken des NLP entstanden.

Die Grundannahmen werden von NLP nicht als Wahrheiten, sondern als nützlich apostrophiert. Sie können also auch verändert oder ergänzt werden. Schon von daher gelten sie auch nur als variable Bestandteile des NLP, deren Akzeptanz jedoch für die effektive Anwendung der NLP-Techniken stets (implizit) vorausgesetzt wird.

Quelle: www.nlp.de

NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) wurde Anfang der siebziger Jahre von Dr. Richard Bandler, Dr. Frank Pucelik und Prof. John Grinder in Santa Cruz, Californien / USA entwickelt.  Der Ansatz des NLP unterliegt keiner einseitigen oder gar dogmatischen Theorie, sondern es wurden hier die wirkungsvollsten und effizientesten Komponenten der Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, Hypnosetherapie-, Familientherapie-, Gestalttherapie sowie Elemente der körperorientierten Psychologieansätze strukturiert zusammengeführt. Bis heute wurde und wird diese Methodensammlung ständig weiterentwickelt und gilt heute als eines der wirkungsvollsten und effizientesten Modelle ganzheitlicher Persönlichkeitsentfaltung.

NLP basiert in seiner Grundstruktur auf einer ganzen Reihe humanwissenschaftlicher Ansätze, Therorien und Grundannahmen:

  • Die von Albert Bandura entwickelte sozial-kognitive Lerntheorie und dem darauf basierenden Modelling-Ansatz von Bandler und Grinder.
  • Die durch den Prozess des Modellierens der psychotherapeutischen Arbeiten von Fritz Perls, Virginia Satir und Milton H. Erickson gewonnene Grundannahme der Existenz funktionalautonomer Persönlichkeitsanteile mit sowohl bewussten als auch unbewussten Prozessanteilen.
  • Das Konzept der klassischen Konditionierung nach Pawlow, das als Eckpfeiler der klassischen Verhaltenstherapie gilt.
  • Das Konzept der operanten Konditionierung (Thorndike, Watson, Skinner)
  • Das Modell der sinnesspezifischen Repräsentationssysteme als Grundbausteine der Informationsverarbeitung und des subjektiven Erlebens von William James.
  • Die Theorien von Miller, Galanter, und Pribram, nach denen jegliches menschliche Handeln eine grundsätzliche Zielorientierung zu Grunde liegt. (TOTE-Modell und Strategien).
  • Gregory Bateson’s Kybernetik der Theorie des Geistes, insbesondere der logischen Ebenen des Lernens und Robert Dilts’ Weiterentwicklung der Unified Field Theory.
  • Noam Chomsky’s Ansatz der Transformationsgrammatik und die darauf basierenden Sprachmodelle (Milton-Modell und Meta-Modell), die durch Bandler, Pucelik und Grinder unter dem Einfluss Alfred Korzybski’s Theoriepostulate abgewandelt wurden. (The Map is not the Territory).
  • Bei der detaillierten Untersuchung dieser und weiterer wissenschaftlich anerkannter Theorien von auf ihren jeweiligen Fachgebieten herausragenden Therapeuten und Wissenschaftlern fanden Bandler und Grinder in deren Modellansätze zahlreiche Gemeinsamkeiten, Ergänzungen und Adaptionsfelder, die im Zuge der Extraktion und Zusammenführung so strukturiert wurden, dass sie in modellierbare Prozesseinheiten unterteilt werden konnten.

So entstanden die heute als „Formate“ bekannten Interventionstechniken des NLP als Lösungsansätze für vielfältige und höchst unterschiedliche Problemstellungen. Diese Methodensammlung wird auch heute, mehr als 40 Jahre nach ihrer Entstehung, weiterhin um vergleichbare Beobachtungen ergänzt und so regelmäßig durch Konzepte aus der Praxis erweitert. (Quelle: www.BerndHolzfuss.de)